Es gibt einen roten Faden, der die drei bedeutendsten Restaurants Roms verbindet: Man isst mit der Stadt zu deinen Füßen. Monte Mario, Trinità dei Monti, Via Veneto: drei verschiedene Terrassen, drei einzigartige Küchen, aber immer ist es Rom, das sich unter den Fenstern ausbreitet, während der erste Gang serviert wird.
Forbes Italia hat sie zusammengestellt und gerade die „Top 25 Most Powerful Chef“ veröffentlicht, die Liste der Köche, die im Bel Paese am meisten zählen: nicht nur wegen der Sterne, sondern auch wegen ihres Einflusses auf die italienische Küche und die Gemeinschaften, die sich darum drehen.
Hier sind die drei Römer auf der Liste: Wer sie sind, wo man sie findet und was man bestellen sollte.
Heinz Beck — La Pergola, auf dem Gipfel des Monte Mario
Fangen wir mit dem erfolgreichsten an. Heinz Beck leitet seit 1994 das „La Pergola“ ganz oben im Rome Cavalieri auf dem Monte Mario: Es istdas einzige Restaurant mit drei Michelin-Sternen in Rom und der Region Latium, und bei der Preisverleihung des Guida 2026 erhielt der Chefkoch den Mentor Award dafür, dass er Generationen von Köchen ausgebildet hat.
Im Jahr 2025 wurden der Speisesaal und die Terrasse komplett neu gestaltet, wobei die warmen Terrakotta-Töne an die Dächer der Stadt erinnern.
Seine Küche ist mediterran, leicht und ganz auf Qualität und Gesundheit ausgerichtet. Drei Gerichte reichen aus, um sie zu beschreiben: der Aperitif, der eine Reise durch die italienischen Regionen ist, das Manifest-Gericht „0,1 %“ (ein „Sanpietrino“ aus Tomate und Holzkohle, umgeben von Wildkräutern) und das „Lamm auf der Antica Appia“, bei dem die Hülsenfrüchte so angeordnet sind, dass sie das Pflaster der Straße nachahmen.
Andrea Antonini — Imàgo, oberhalb der Treppe von Trinità dei Monti
Der jüngste der drei ist zugleich der einzige gebürtige Römer. Andrea Antonini, Jahrgang 1991, leitet seit 2019 das Imàgo im sechsten Stock des Hotels Hassler, wo der Blick auf die Treppe der Trinità dei Monti endet und die Piazza di Spagna überragt. Ein Michelin-Stern, ein Weinkeller mit über 1.500 Etiketten und eine zeitgenössische italienische Küche, die auf Technik und hochwertigen Zutaten basiert.
Im Jahr 2025, zu seinem 20-jährigen Jubiläum, wurde das Imàgo von Grund auf neu konzipiert: Das neue Konzept lässt die Grenze zwischen Speisesaal und Küche fast verschwinden – in einem einzigen, fließenden Raum, in dem Service und Gerichte miteinander verschmelzen. Und das Schöne daran ist: Trotz des extrem luxuriösen Ambientes gehört das Degustationsmenü zu den „populärsten“ der Stadt: Darauf finden sich ein Brötchen mit Porchetta und eine neu interpretierte Hähnchen-Paprika-Variante, neben einem römischen Klassiker wie Artischocken mit Kalbsbries.
Salvatore Bianco — La Terrazza des Hotels Eden, oberhalb der Via Veneto

Er ist der neueste Neuzugang, und für Rom ist das fast schon ein Coup. Salvatore Bianco, der aus Torre del Greco in Kampanien stammt, ist nach einem Jahrzehnt und einem Stern im „Comandante“ des „Romeo“ in Neapel im Jahr 2024 auf die Terrasse des Hotels Eden in der Via Ludovisi 49 gewechselt, nur einen Katzensprung von der Via Veneto entfernt. Und im November 2025 hat das Restaurant seinen Michelin-Stern erobert.
Im sechsten Stock, mit Blick vom Quirinale bis zum Petersdom, bietet das Bianco zwei von Dalí inspirierte Degustationsmenüs an: „Die Beständigkeit der Erinnerung“ (220 €) und „Die Metamorphose“ (200 €), wobei man auch à la carte oder ein kürzeres Menü wählen kann.
Die Forbes-Rangliste 2026 der 25 einflussreichsten Köche Italiens: Was wird gewertet (und eine Kuriosität)
Die „Top 25 Most Powerful Chef“ wird von Maddalena Fossati Dondero, Chefredakteurin von „La Cucina Italiana“, zusammengestellt und wurde dieses Jahr im Rahmen eines Abends in den Cantine Bellavista in Erbusco verliehen. Dabei geht es nicht nur um Sterne und Auszeichnungen, sondern darum, inwieweit die Köche ihre eigene Gemeinschaft und das gesamte „System“ der italienischen Küche voranbringen.
Ganz oben auf der Liste steht die Familie Cerea vom Da Vittorio, die seit sechzig Jahren für Gastfreundschaft steht, gefolgt von Norbert Niederkofler und dem aus den Abruzzen stammenden Niko Romito, die sich den zweiten Platz teilen; unter den Sonderpreisen finden sich die „Maestri“ Massimo Bottura und Antonino Cannavacciuolo sowie besondere Highlights wie die Auszeichnung für Franco Pepe, der die Pizza zu einem Reiseziel gemacht hat.