Das West-Nil-Virus (WNV) ist ein Virus aus der Familie der Flaviviridae, das hauptsächlich durch den Stich infizierter Stechmücken übertragen wird. Diese werden durch den Stich infizierter Vögel zu Virusträgern und können das Virus durch ihren Stich auf Menschen und andere Säugetiere übertragen.
Menschen und Pferde gelten als „blinde Wirte„, d. h. sie tragen nicht wesentlich zur weiteren Verbreitung des Virus bei, wenn sie infiziert werden.
Verbreitung des Virus
Das West-Nil-Virus ist in vielen Gebieten der Welt verbreitet, auch in Europa und Italien. In Italien treten Infektionsfälle beim Menschen hauptsächlich in den Sommer- und Herbstmonaten auf, die mit einer erhöhten Mückenaktivität zusammenfallen.
Die Region Latium hat über dieses Virus aufgeklärt, Präsident Rocca schrieb auf Instagram:„West-Nil-Virus, wir wollen Klarheit schaffen. Eine Situation, der wir große Aufmerksamkeit widmen, ohne Panikmache“.
Was sind die Symptome:
- Die meisten infizierten Personen zeigen keine Symptome.
- In symptomatischen Fällen treten meist leichte, unspezifische Symptome auf: Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, vergrößerte Lymphknoten, Hautausschläge.
- Schwere Symptome (bei weniger als 1 % der Infizierten) können das Nervensystem betreffen (Meningitis, Enzephalitis) und treten vor allem bei schwächeren Personen auf, z. B. bei älteren oder immungeschwächten Menschen.
Bei verdächtigen Symptomen wie hohem Fieber, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Verwirrung oder Hautausschlag sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Das West-Nil-Virus stellt vor allem in Zeiten erhöhter Mückenpräsenz eine Bedrohung dar, aber durch eine Reihe von Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen und koordinierte Aktionen der Gesundheitsbehörden kann das Risiko einer Ansteckung stark reduziert werden.
Was die Region Latium unternimmt
- Gezielte Entwesungen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden in Gebieten mit Verdacht auf Viruszirkulation.
- Information der Bürger in dem Gebiet.
- Klinische Besuche und außerordentliche Überwachung in landwirtschaftlichen Betrieben in der Nähe von vermuteten oder bestätigten Ausbrüchen.
- Kommunikation und Sensibilisierung von Ärzten und Tierärzten für die Diagnose des West-Nil-Virus.
Empfehlungen für die Bürger
- Vermeiden Sie stehendes Wasser.
- Verwenden Sie aktuelle Hautabwehrmittel und Insektizide für zu Hause und im Freien.
- Setzen Sie sich im Freien vorzugsweise mit heller Kleidung, Hosen und langen Ärmeln aus.
- Vermeiden Sie ungeschützten Aufenthalt im Freien zu den Zeiten mit dem höchsten Risiko, d. h. bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
- Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Fieber über 38,5°, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Verwirrung oder Hautausschlag auftreten.