Der Beigeordnete für Tourismus der Stadt Rom, Alessandro Onorato, hat einen Vorschlag unterbreitet, um den Zugang von Touristen zum Trevi-Brunnen zu regeln, insbesondere angesichts des wachsenden Phänomens des Übertourismus.
Der Vorschlag sieht die Einführung eines symbolischen Eintrittspreises von 2 € für auswärtige Besucher vor, während der Zugang für römische Bürger frei ist.
Der Zugang zum Bereich unmittelbar vor dem Brunnen wird nur nach Online-Reservierung möglich sein, während der Platz frei zugänglich bleibt. Die Verweildauer der Besucher wird etwa 30 Minuten betragen, so dass ein besseres Vergnügen und weniger Chaos gewährleistet sind.
Ziel ist es, ein weniger chaotisches und lohnenderes Erlebnis zu bieten und das Gedränge um Selfies und den Münzwurf in letzter Minute zu vermeiden.
Ziel des Vorschlags ist es, die Überfüllung in den Griff zu bekommen: Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 wurden mehr als 5 Millionen Besucher gezählt, und bis Ende des Jahres wird mit mehr als 10 Millionen gerechnet. Der Besucherstrom übersteigt inzwischen die Kapazität der Infrastruktur des Gebiets. Der starke touristische Druck könnte das Denkmal gefährden und die Qualität des Besuchs verschlechtern.
Die durch das Ticket eingenommenen Mittel könnten, wie im Corriere Roma berichtet, in die Verbesserung des touristischen Angebots und der Dienstleistungen investiert werden.
Die Tourismusministerin Daniela Santanchè sprach sich dafür aus und betonte die Notwendigkeit, die großen Attraktionen zu „finanzieren“, wie es bereits beim Pantheon der Fall ist. Bürgermeister Gualtieri stimmte ebenfalls zu.
Dieser Vorschlag würde, wenn er umgesetzt wird, eine wichtige Veränderung beim Zugang zu einer der ikonischen Stätten Roms bedeuten und ein Gleichgewicht zwischen Schutz, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft herstellen.