Rom ist eine Stadt mit tausend Gesichtern: jahrtausendealte Geschichte, elegante Viertel und lebendige Vorstädte. Doch wenn es um die Hochschulbildung geht, bleibt die Kluft zwischen dem Zentrum und den Vorstädten enorm. Die jüngsten Daten der permanenten Volkszählung 2021 von Istat, die von #mapparoma analysiert wurden, zeigen, dass in Vierteln wie Salario oder Eur mehr als die Hälfte der Einwohner einen Hochschulabschluss haben, während es Viertel gibt, in denen der Prozentsatz nicht einmal 15 % erreicht. Die drei Gebiete mit den wenigsten Hochschulabsolventen sind Santa Maria di Galeria (13 %), Santa Palomba (14 %) und San Vittorino (14 %).
Die Zahl der Hochschulabsolventen in Rom steigt, aber die Kluft bleibt bestehen
In der italienischen Hauptstadt nimmt die Zahl der Hochschulabsolventen ständig zu: 1981 betrug ihr Anteil an der Bevölkerung nur 7 %, 2001 15 %, 2011 20 % und 2021 fast 26 %. In absoluten Zahlen sind das über 650.000 Menschen. Ein beeindruckendes Wachstum, das jedoch die Ungleichheiten innerhalb der Stadt nicht beseitigt hat.
Die zentralen und wohlhabenden Gebiete haben einen Anteil von „Little Italian Oxford“, während die Vororte, die am weitesten vom Stadtkern entfernt sind, Jahrzehnte zurückliegen.

Zentrum vs. Peripherie: zwei Städte innerhalb Roms
Die Momentaufnahme für das Jahr 2021 zeigt einen starken Kontrast. Im Stadtbezirk II (Salario, Trieste, Parioli, Nomentano, Camilluccia) haben mehr als 50 % der Erwachsenen einen Hochschulabschluss: ein Wert, der mit dem der großen europäischen Hauptstädte übereinstimmt. In den Vorstädten ist die Situation jedoch genau umgekehrt. In Vierteln wie Torre Angela, Tor Cervara oder La Rustica liegt die Quote zwischen 15 und 16 %, während die drei oben genannten Stadtteile mit einem Hochschulabsolventen auf sieben bis acht Einwohner den Negativrekord halten.
Diese Diskrepanz ist nicht nur eine Frage der Schülerzahlen, sondern spiegelt auch soziale, wirtschaftliche und sogar berufliche Unterschiede wider. Es ist kein Zufall, dass in denselben Gebieten mit weniger Schulabgängern auch die Beschäftigungsquoten niedriger sind.
Was geschieht in Santa Maria di Galeria, Santa Palomba und San Vittorino?
- Santa Maria di Galeria (13 %): ein halbländliches römisches Gebiet im Nordwesten, außerhalb der GRA, wo die Bevölkerungsdichte gering ist und der Zugang zu Dienstleistungen und Universitäten begrenzt ist. Hier ist die Zahl der Hochschulabsolventen die niedrigste in ganz Rom.
- Santa Palomba (14 %): ein Gebiet südlich der Hauptstadt, das häufig mit Industrieansiedlungen und Sozialwohnungen verbunden ist. Die Kombination aus der Entfernung zum Zentrum und dem schlechten Zugang zur kulturellen Infrastruktur erklärt die niedrigen Zahlen.
- San Vittorino (14 %): Am östlichen Rand der Stadt gelegen, ist es ein Beispiel für eine „extreme“ Vorstadt. Hier entspricht die physische Entfernung vom Zentrum der sozialen Entfernung, mit weniger Möglichkeiten für Studium und qualifizierte Arbeit.
Langsame, aber sichtbare Verbesserung
Trotz der wenig ermutigenden Daten ist festzustellen, dass in den letzten zehn Jahren die Zahl der Hochschulabsolventen in diesen Gebieten deutlich gestiegen ist. In Tor Cervara zum Beispiel ist ihr Anteil von 6 auf 15 Prozent gestiegen (+162 Prozent in zehn Jahren). Selbst in Santa Palomba und Borghesiana ist eine Verdoppelung zu verzeichnen. Der Abstand zu den reichen Bezirken bleibt bestehen, verringert sich aber leicht.
Rom wächst, die Zahl der Absolventen steigt, aber die Unterschiede bleiben groß.
Warum sind diese Daten über die Bildung in der Hauptstadt so interessant? Diese Karten sind nicht nur Statistiken: Sie erzählen uns von den Herausforderungen einer modernen Metropole. Eine Stadt, in der ein Wohnort von fünf Kilometern Entfernung eine viermal so hohe Chance auf einen Schulabschluss bedeuten kann. Während Salario und Parioli mit mehr als der Hälfte der Einwohner mit einem Hochschulabschluss glänzen, stellen Santa Maria di Galeria, Santa Palomba und San Vittorino den Negativrekord dar.
Dies ist ein Zeichen, das nicht nur für Rom, sondern für viele italienische Großstädte gilt, in denen sich im Zentrum die Möglichkeiten häufen, während die Vorstädte zu kämpfen haben. Dies sind Daten, die uns zum Nachdenken anregen: Die Zukunft einer Stadt hängt auch vom Zugang zur Bildung ab, und die Verringerung dieser Kluft ist eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre.