Im Herzen Roms, im jüdischen Ghetto, gibt es eine kleine Bäckerei, die die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zieht, vor allem wegen der langen Schlange von Leuten, die darauf warten, hineinzukommen. Der Grund für diesen Erfolg ist der Ricotta-Sauerkirsch-Kuchen von Boccione. Es handelt sich nicht einfach um einen Kuchen, sondern um eine kulinarische Institution und ein Symbol der jüdisch-romanischen Gebäcktradition, auch wenn wir die Variante mit Schokoladenstückchen geliebt haben.
Der beste Ricottakuchen in Rom
Erwarten Sie nicht, dass Sie eine kleine Portion Kuchen bekommen. Das Stück wird schön groß und mit viel Ricotta und Schokolade gefüllt sein. Ein Glücksfall für alle, die gerne Süßes essen. Die Bäckerei mit dem Namen Pasticceria Boccione (oder Antico Forno Boccione) liegt im Herzen des alten jüdischen Ghettos von Rom, in der Via del Portico d’Ottavia.
Die Süßigkeit und ihre Legende
Im Gegensatz zu den klassischen Torten ist die Boccione-Torte für ihr absichtlich „verbranntes“ Aussehen und ihre dunkle Oberfläche bekannt. Diese dunkle und robuste Kruste umschließt eine erhabene Füllung. Die Süße und Cremigkeit von frischem Ricotta trifft auf Schokolade: eine perfekte Kombination!
Der Ursprung des traditionellen Sauerkirschkuchens ist eng mit der Geschichte des Ghettos verknüpft. Im 18. Jahrhundert war es den Juden aufgrund eines päpstlichen Edikts verboten, Süßigkeiten mit Milchprodukten zu verkaufen. Die Lösung der jüdischen Bäcker bestand darin, diese Torte zu kreieren, um die Ricotta zwischen zwei Schichten Mürbeteig und unter einer großzügigen Schicht dunkler Sauerkirschkonfitüre zu „verstecken“.
Praktische Informationen
Die Bäckerei Boccione ist ein historischer und spartanischer Ort, der seiner Tradition treu geblieben ist.
Adresse: Via del Portico d’Ottavia 1, 00186 Rom (Jüdisches Ghetto).
Die Öffnungszeiten sind wie folgt:
- Montag-Donnerstag 07:30 – 19:00
- Freitag 07:30 – 15:30
- Samstag Geschlossen
- Sonntag 07:30 – 17:30
Die Torta Ricotta di Boccione ist ein Muss für jeden Rombesucher, denn sie ist nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte.
