Wir haben Ihnen bereits von den Feierlichkeiten auf der Piazza Navona berichtet, wo jedes Jahr zur Weihnachtszeit der Markt mit Unterhaltungsprogrammen für Kinder und Erwachsene zum Leben erwacht.
Die Milonga für den Frieden
Roma Capitale feiert die Weihnachtszeit mit einem außergewöhnlichen Ereignis: Am Samstag, dem 20. Dezember, findet auf der Piazza Navona die Milonga for Peace statt, die den Platz in eine stimmungsvolle Tanzfläche unter freiem Himmel verwandelt. Von 21 Uhr bis spät in die Nacht wird die Atmosphäre der Lichter und der Weihnachtsmärkte den Rahmen für einen Abend bilden, der ganz dem Charme und den Emotionen des argentinischen Tangos gewidmet ist.
Die Initiative, die vom Assessorato alle Attività Produttive di Roma Capitale in Zusammenarbeit mit der international bekannten Künstlerin und Lehrerin Daiana Guspero organisiert wird, soll eine kraftvolle Botschaft der Gelassenheit und Harmonie vermitteln. Die Wahl des Tangos als Vehikel für den Frieden spiegelt den Wunsch nach einer Einladung zur Nähe und der Schönheit des Zusammenseins in einer festlichen Zeit wider.
Was ist die Milonga? Das pulsierende Herz des Tangos und mehr

Der Begriff Milonga bezeichnet nicht nur eine mit dem Tango verwandte Musikrichtung, sondern vor allem das gesellschaftliche Ereignis, bei dem der Tango selbst getanzt wird. Sie ist der Tanzsaal, das abendliche Rendezvous, der Ort, an dem Musik und Tanz lebendig werden.
Die Milonga ist viel mehr als nur eine Disco: Sie ist eine gesellschaftliche Institution, die durch ungeschriebene Regeln (die Códigos der Milonga) geregelt wird, die die Etikette, die Höflichkeit und die Flüssigkeit auf der Tanzfläche bestimmen. Zu den wichtigsten Elementen, die sie einzigartig machen, gehören:
- der Cabeceo: die Aufforderung zum Tanz erfolgt diskret durch Augenkontakt und Kopfnicken, wodurch die Eleganz gewahrt und das Risiko peinlicher Ablehnungen verringert wird
- die Tanda: die Musik ist in Blöcken (oder Tandas) von 3-4 Stücken desselben Genres und desselben Orchesters organisiert, zu denen normalerweise mit einer Person getanzt wird, um dann beim nächsten Mal den Partner zu wechseln
- die Cortina: eine kurze, nicht tanzbare Musikeinlage zwischen einer Tanda und der nächsten, die es den Paaren ermöglicht, die Tanzfläche zu verlassen und den Tänzern, neue Partner einzuladen
Die Piazza Navona in eine Milonga zu verwandeln, bedeutet also, sie in einen Ort der intimen Begegnung und des universellen kulturellen Austauschs zu verwandeln, der allen zugänglich ist und keinen Eintritt kostet.
Die Stadträtin Monica Lucarelli und die Lehrerin Daiana Guspero haben den Wunsch geäußert, dass die Veranstaltung zu einer Einladung wird, im pulsierenden Herzen Roms menschlich zu sein und füreinander da zu sein.