Rom hat Schätze, die weit über das Kolosseum hinausgehen. In der Agro Romano, genauer gesagt in Settecamini, wurde ein neues Kapitel der römischen Street-Art geschrieben, das berühmteren Gegenden wie Ostiense in nichts nachsteht. Dank der Initiative Street Art for Rights ist das Viertel zu einer urbanen Galerie geworden, die den 17 Zielen der UN-Agenda 2030 gewidmet ist.
Settecamini: das Freilichtmuseum, das der Umweltverschmutzung trotzt
Diese Werke sind nicht nur ästhetisch, sondern auch politische und soziale Manifeste, die mit speziellen photokatalytischen Farben gemalt wurden. Dank des Sonnenlichts können diese Farben Smog absorbieren und in harmlose Substanzen umwandeln, wodurch die Kunst buchstäblich „lebendig” und umweltfreundlich wird.

Die Werke und ihre Bedeutung
Das von Roma Culture und SIAE unterstützte Projekt hat die Mauern in Botschaften der Hoffnung und Besinnung verwandelt:
- Den Hunger besiegen (Diamond): Ein Werk, in dem eine orientalische Frau die Hauptrolle spielt. Hier ist Reis nicht nur ein Lebensmittel, sondern ein Symbol für geistige Nahrung und kulturellen Austausch.
- Die Armut besiegen (Solo): Durch den Mythos von Robin Hood und den besorgten Blick von Lady Marian auf das Kopfgeld für Robin Hood erkundet der Künstler die Kluft zwischen den sozialen Schichten und das persönliche Opfer für das Gemeinwohl.
- Kindheit (Tina Loiodice): Das lächelnde Gesicht eines Mädchens neben einer Sonnenblume erinnert uns an das Grundrecht der Kleinsten auf Glück und Unbeschwertheit.
- Nachhaltiger Konsum (Etnik): Mit dem Werk „La Casa nella Casa” (Das Haus im Haus) wird der Schwerpunkt auf die Entsorgung von Hausmüll und die Notwendigkeit des Recyclings zum Schutz des Planeten gelegt.
Ein Projekt in Expansion
Settecamini ist das Herzstück dieser Neugestaltung, aber die Street Art für Menschenrechte hat auch in anderen historischen und vorstädtischen Vierteln wie Corviale, Quarticciolo und San Paolo schon Spuren hinterlassen und ein urbanes Netzwerk aus Bewusstsein und Schönheit geschaffen.