Es gibt einen guten Grund, in den nächsten Wochen aus der Hauptstadt aufzubrechen: Einer der schönsten Parks Italiens schließt bald seine Tore.
Was du bei deinem Besuch nicht verpassen solltest
Die Villa wurde im 16. Jahrhundert von Jacopo Barozzi da Vignola entworfen und von Kardinal Gambara in Auftrag gegeben. Ihren heutigen Namen verdankt sie dem Herzog von Bomarzo, Ippolito Lante Montefeltro della Rovere, der sie im 17. Jahrhundert kaufte.
Das solltest du bei deinem Spaziergang auf keinen Fall verpassen:
- Das Labyrinth: ein grüner Irrgarten, der zum Herzen des Gartens führt, wo die berühmte Fontana dei Mori (Moorbrunnen) von Giambologna steht.
- Die Mascheroni: Entlang des Weges triffst du auf Steingesichter mit bizarren Ausdrucksformen, herausgestreckten Zungen und spitzen Ohren. Inspiriert vom klassischen Theater hatten sie die symbolische Aufgabe, den Ort zu schützen, indem sie negative Einflüsse vertrieben.
Die Villa Lante ist berühmt für ihre „Catena d’Acqua”, eine Skulptur, die den Fluss des Wassers symbolisiert, ein typisches Element der Renaissancegärten, das dazu diente, die Luft zu erfrischen und die Gäste mit harmonischen Klängen zu beeindrucken (Quelle: Grandi Giardini Italiani).
Für diejenigen, die ihren Besuch durch die Erkundung der historischen Innenräume bereichern möchten, bieten die beiden Hauptresidenzen des Komplexes verschiedene Zugangsmöglichkeiten, die etwas Planung erfordern.
Der Hauptstock der Palazzina Gambara ist nur mittwochs zugänglich, mit zwei Führungen um 10:30 Uhr und 14:30 Uhr. In diesem Fall ist eine Reservierung unbedingt erforderlich und muss bis zum Vortag erfolgen, da die Gruppen auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt sind und von internem Personal begleitet werden.
Was die Palazzina Montalto betrifft, so ist die Öffnungszeit unter der Woche mittwochs und donnerstags in einem begrenzten Zeitfenster von 11:00 bis 12:00 Uhr vorgesehen. Sonntags hingegen sind die Säle während der gesamten Öffnungszeit des Denkmals geöffnet, mit Ausnahme des ersten Sonntags im Monat. Für dieses Gebäude ist keine Voranmeldung erforderlich.

Die technische Pause
Vom 2. bis 31. März 2026 ist das ganze Denkmalgelände für die Öffentlichkeit komplett gesperrt, damit die letzte Phase eines großen PNRR-Bauprojekts stattfinden kann. Dabei geht es um umfangreiche Arbeiten an den Zufahrtswegen und den unterirdischen Versorgungsleitungen, um die Zugänglichkeit und den Zustand der historischen Grünanlagen zu verbessern.
Wer sich in diesen Tagen für einen Besuch entscheidet, wird eine schwebende, fast archäologische Atmosphäre vorfinden. Aufgrund der noch laufenden umfangreichen strukturellen Restaurierungsarbeiten sind die berühmten Brunnen derzeit ohne Wasser und einige Bereiche des Gartens sind nicht sichtbar oder teilweise von Baustellen verdeckt. Um diese eingeschränkte Nutzung auszugleichen, hat die Leitung eine außergewöhnliche Entscheidung getroffen: Der Eintrittspreis wurde auf einen Sonderpreis von nur 5 Euro gesenkt, eine seltene Gelegenheit, die Anlage vor der erzwungenen Schließung zu einem symbolischen Preis zu erkunden.
Die Leitung entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten, die aus Sicherheits- und Schutzgründen entstehen, und betont, dass diese Arbeiten zur Nivellierung und Erneuerung der Straßenbeläge die letzten notwendigen Maßnahmen sind, um der Öffentlichkeit ein sichereres und moderneres Juwel zurückzugeben.
Öffnungszeiten
Um vor der vollständigen Schließung im März nicht vor verschlossenen Toren zu stehen, solltest du unbedingt auf die Uhrzeit achten. In der Zeit vom 4. November bis zum 28. Februar sind die Öffnungszeiten an Werktagen etwas kürzer: Die Anlage öffnet weiterhin um 8:30 Uhr, schließt jedoch bereits um 16:30 Uhr, wobei der letzte Einlass um 16:00 Uhr erfolgt.
Besonders aufmerksam sein müssen diejenigen, die einen Ausflug am Sonntag oder an Feiertagen planen. An diesen Tagen, im Zeitraum vom 1. November bis zum 15. März, ist der Komplex nur vormittags geöffnet. Die Tore öffnen um 8:30 Uhr und schließen pünktlich um 13:45 Uhr, wobei der letzte Einlass um 13:15 Uhr erfolgt.