Mantarochen, sogenannte Seeteufel, sind harmlose Tiere, man muss sich nur vor ihren stechenden Schwänzen in Acht nehmen. In Wirklichkeit sind sie friedliche Fische, die nur in bedrohlichen Situationen angreifen. Man bedenke nur, dass es 600 Arten von ihnen gibt!
Warum also der bedrohliche Spitzname? Seeteufel“ bezieht sich in erster Linie auf ihr Äußeres: die beiden hornartigen Fortsätze auf beiden Seiten des Kopfes, ihre dunkle Farbe und ihre große Größe.

Der Notfall im Mittelmeer
Im Jahr 2025 kam es im Mittelmeer zu einer noch nie dagewesenen Strandung von Mantarochen, die die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft beunruhigt. Seit Anfang Mai wurden mehr als 40 Fälle von gestrandeten oder in Not geratenen Mittelmeer-Mantas (Mobula mobular, auch Seeteufel“ genannt) an den Küsten Italiens, Frankreichs und Spaniens registriert.
In Italien gab es seit dem 27. Mai mindestens 14 Fälle von gestrandeten Mantas und Strandungsversuchen, von denen zwei für die armen Fische tödlich waren.
Bei den betroffenen Mantarochen handelt es sich um Tiefseetiere, die normalerweise Küstengebiete meiden. Ihr plötzliches Auftauchen in Küstennähe und die wiederholten Strandungen sind Phänomene, die als abnormal und alarmierend gelten. Die aufgefundenen Exemplare zeigen oft einen Zustand der Auszehrung: einige hatten völlig leere Mägen, aber es wurden keine Anzeichen für äußere Verletzungen oder direkte Interaktionen mit Menschen festgestellt. Die Untersuchungen sind noch im Gange, um die genauen Ursachen zu ermitteln.
Zu den Hypothesen gehören Umweltveränderungen, Umweltverschmutzung oder Krankheiten. Das Phänomen wird als besonders gravierend angesehen, da der Mittelmeer-Manta-Rochen eine gefährdete Art ist.
Mantarochen in Latium
Latium wird vom Tyrrhenischen Meer umspült, das (zur Erinnerung) der Teil des westlichen Mittelmeers ist, der bis zu den Küsten Korsikas und Sardiniens reicht. Diejenigen, die behaupten, dass man an der Küste von Latium keine Mantas sehen kann, liegen falsch. Tatsächlich wurden im letzten Sommer fünf große Mantas vor der Küste von Ostia gesichtet, und in diesem Jahr wurde in Fiumicino ein Manta ausgesetzt, der in den flachen Gewässern des neuen Docks gestrandet war.