Rieti ist eine der versteckten Perlen des Latiums, eine Stadt, in der Wasser nicht nur ein natürliches Element ist, sondern auch die Geschichte geprägt hat.
Das „Venedig des Süßwassers”
Dieser faszinierende Spitzname ist nicht nur eine poetische Anspielung, sondern hat seine Wurzeln in der mittelalterlichen Stadtstruktur. In der Vergangenheit war Rieti von zahlreichen künstlichen Kanälen durchzogen, die dazu dienten, Mühlen anzutreiben und Handwerksbetriebe mit Wasser zu versorgen. Die Häuser der Altstadt, die direkt am Fluss Velino gebaut wurden, schufen Ansichten, die sehr an die Lagune von Venedig erinnerten.
Der Fluss fließt durch das Herz der Stadt. Noch heute kann man diese symbiotische Verbindung zwischen Architektur und Wasser spüren. Außerdem kann man auf der 1930 erbauten Bogenbrücke die Überreste der historischen römischen Brücke bewundern. Die Römer bauten ein riesiges Viadukt, um die Via Salaria, die alte Salzstraße, anzuheben.
Sehenswürdigkeiten in Rieti: Orte, die man nicht verpassen sollte

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- Rieti Sotterranea ist die bekannteste Sehenswürdigkeit. Unter den Adelspalästen der Via Roma verstecken sich die Überreste des majestätischen römischen Viadukts aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. Es ist ein beeindruckender Weg zwischen Travertinbögen, die dazu dienten, die Via Salaria vor der Feuchtigkeit des Flusses zu schützen. Die Führung dauert etwa anderthalb Stunden und muss gebucht werden (Kosten 10 Euro).
- Piazza San Rufo (Der Nabel Italiens): Rieti gilt historisch gesehen als geografischer Mittelpunkt der Halbinsel (Umbilicus Italiae). Auf diesem kleinen Platz findest du eine Gedenktafel und ein Denkmal aus Travertin, die den genauen Punkt markieren (manche sagen, er sehe aus wie ein „Caciotta”-Käse).
- Sehenswert ist auch das Denkmal für die Lira, das aus 2.200.000 200-Lire-Münzen gegossen wurde.
- Die moderne Brücke steht neben den Überresten der alten römischen Brücke (sichtbar im Flussbett). Der Spaziergang entlang des Velino ist echt erfrischend! Du kannst bis zum Stadtteil Pozzi gehen, wo die ersten Tonabbauaktivitäten stattfanden.
- Das Werk von Ozmo, das erste Wandgemälde Italiens an der Fassade eines Gerichtsgebäudes, wurde in Rieti geschaffen; es trägt den Titel Al suono delle trombe (Zum Klang der Trompeten) und ist auf der Piazza Bachelet zu sehen.
Nicht verpassen solltest du die Kathedrale Santa Maria Assunta, den Palazzo Papale und das Teatro Flavio Vespasiano, eines der Theater mit der besten Akustik Italiens.