Nach 13 Jahren Bauzeit ist der neue Abschnitt T3 der Metro C in Rom endlich in Betrieb und verbindet die östlichen Vorstädte mit dem historischen Zentrum. Die Stationen Porta Metronia und Colosseo/Fori Imperiali wurden heute mit den ersten Fahrten am Nachmittag eröffnet.
Die neuen Bahnhöfe in Rom
Diese Erweiterung ist nicht nur ein Fortschritt für die Mobilität, sondern auch ein echtes Eintauchen in die Geschichte. Die Station Kolosseum dient als neuer strategischer Umsteigepunkt zur Metro B und macht die tägliche Fahrt zu einem musealen Erlebnis: Archäologische Funde aus den Ausgrabungen, darunter luxuriöse Privatbäder und gut erhaltene Votivgaben, wurden integriert und sichtbar gemacht. Bürgermeister Gualtieri bezeichnete die Eröffnung als einen „historischen Moment“, der weit entfernte Gebiete miteinander verbindet und „zwei wunderbare Orte der Kultur“ schafft.
Wichtig: Die Strecke ist zwar in Betrieb, aber um den riesigen Museumsbereich der Porta Metronia mit den Überresten kaiserlicher Kasernen und Mosaiken zu bewundern, muss man auf die für das Frühjahr geplante Wiedereröffnung warten. Der Bahnhof Porta Metronia beherbergt die Überreste von mehr als 1 000 Quadratmetern römischer Räume, darunter Mosaike und Fresken, die zu einer kaiserlichen Kaserne aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. gehörten.
Archäologische Funde Bahnhof Kolosseum
Die Station Kolosseum der Metro C ist ein echter integrierter Museumsraum, in dem die Funde ausgestellt sind, die bei den Ausgrabungen zutage kamen. Viele von ihnen stammen aus dem 1. und 2. Jahrhundert v. Chr. und wurden zur Zeit Neros für den Bau der Domus Aurea vergraben. Es wurden perfekt erhaltene Quartiere aus der republikanischen Zeit entdeckt.
Das Herzstück der Ausstellung sind die privaten Bäder, die zu einer der Domus eines wohlhabenden Römers gehörten, die in die Mitte des Bahnhofs gebracht wurden und nun sichtbar sind. Rund um die Bäder wurde ein Museumsrundgang eingerichtet, auf dem zahlreiche kleinere Funde, Gegenstände und Statuetten zu sehen sind.
