Laut einer aktuellen Studie von Holidu, einer Suchmaschine für Ferienwohnungen in Europa, ist Italien ein Paradies für Sonnenanbeter, aber mit deutlichen Unterschieden zwischen Nord und Süd.
Die Studie „Sunniest Cities 2026”
Die Studie „Sunniest Cities 2026” hat die 50 wichtigsten Orte des Landes anhand der durchschnittlichen monatlichen Sonnenstunden zwischen 2012 und 2026 analysiert. Unter den großen italienischen Metropolen sticht Rom als positive Ausnahme hervor. Die Hauptstadt hat den neunten Platz in der Gesamtwertung erreicht und kann sich mit durchschnittlich 246,21 Sonnenstunden pro Monat rühmen. Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis, da Rom die einzige der großen italienischen Städte ist, die es in die prestigeträchtigen „Top 10” geschafft hat, die ansonsten von kleineren Städten oder Inseln dominiert werden.
Im Vergleich zu anderen großen Städten ist der Abstand deutlich: Neapel folgt mit geringem Abstand auf Platz 12. Turin ist die erste Stadt im Norden, liegt aber nur auf Platz 16. Mailand und Florenz liegen weit zurück, auf Platz 34 bzw. 43, mit einer deutlich geringeren Sonnenscheindauer als in der Hauptstadt.

Das Podium und die nationale Analyse
Während Rom in Latium glänzt, bleibt der nationale Spitzenplatz fest in den Händen Siziliens. Syrakus holt sich die Goldmedaille mit durchschnittlich 272,61 Stunden pro Monat, gefolgt von Catania und Cagliari auf Sardinien. Apulien schlägt sich mit Andria und Bari, die die Top 5 komplettieren, echt gut. Am anderen Ende der Rangliste finden wir die Städte im Norden und in den Bergregionen. Aosta bildet mit nur 170,20 Stunden, also 102 Stunden weniger Sonnenschein pro Monat als Syrakus, das Schlusslicht der Rangliste.
Klima und Kosten: Der touristische Faktor
Neben der Sonneneinstrahlung hat die Studie auch die Temperaturen und die Kosten für Unterkünfte im Februar 2026 untersucht. Auch hier liegt Rom in Bezug auf die finanziellen Ausgaben im oberen Bereich: Mit einem Durchschnittspreis von 161 € pro Nacht für eine Ferienwohnung gehört die Hauptstadt zu den teuersten Städten Italiens und wird nur von Bozen (192 €) und Mailand (165 €). Trotzdem macht die Kombination aus vielen Sonnenstunden und Temperaturen, die nicht so kalt sind wie im Norden (in Aosta sind es 6,50 Grad, während es in Sizilien über 18-19 Grad warm ist), Rom zu einem der attraktivsten Reiseziele für den Winter- und Frühlingstourismus.