Im Dezember 1936 wurde die „Ente Esposizione Universale di Roma“ gegründet, mit dem Ziel, das E42 für die Weltausstellung 1942 zu realisieren. Der Krieg verhinderte die Durchführung der Veranstaltung, doch das Stadtviertel nahm in der Nachkriegszeit weiter Gestalt an und wurde zu einem der Symbole des modernen Roms. Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums zeichnet eine Ausstellung im Palazzo Uffici diese Geschichte nach.
Von der „Città Ideale“ zum heutigen Stadtteil
Die Ausstellung öffnet zum ersten Mal die „Sala dei Disegnatori“ für die Öffentlichkeit – den Ort, an dem Architekten, Künstler und Ingenieure am Erscheinungsbild des Stadtteils arbeiteten.
Der Rundgang gliedert sich in drei Etappen: die Entstehung des E42, der Bau des EUR und seine Entwicklung bis heute. Neben Fotos, Entwürfen, Skizzen, Filmen und immersiven Installationen sind auch die Zeichnungen des nie realisierten Projekts „Porta del Mare“ zu sehen, das von Adalberto Libera und Vincenzo Di Berardino entworfen wurde.
Die Geschichte des EUR wird auch anhand von Filmkulissen erzählt: Zu sehen sind Materialien zu Fellini, Rossellini und Antonioni. Ein Schwerpunkt gilt den Olympischen Spielen 1960 in Rom, mit Originalobjekten wie der Fackel, den Medaillen und den Trikots der Athleten. Außerdem gibt es Bilder von der Schenkung der japanischen Kirschbäume im Jahr 1959 und Fotos – darunter auch bisher unveröffentlichte – des Fotojournalisten Rodrigo Pais.
Termine und nützliche Infos
„EUR – Eine 90-jährige Geschichte“ ist vom 6. November 2026 bis zum 7. Februar 2027 im Palazzo Uffici in der Via Ciro il Grande 16 zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die angegebenen Öffnungszeiten sind dienstags bis donnerstags von 10:00 bis 13:00 Uhr und freitags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr; montags geschlossen.