Eine Stunde von Rom entfernt liegt das magische Dorf der Hexen und Künstler, ein unumgängliches Ziel für alle, die eine faszinierende und zeitlose Atmosphäre suchen. Die kleine Stadt mit weniger als 1.000 Einwohnern liegt etwa 45 km von der Hauptstadt entfernt auf einem Tuffsteinhügel mit Blick auf das malerische Treja-Tal, das für seine bezaubernden Wasserfälle bekannt ist.
Die alten Häuser des Dorfes verbergen oft unterirdische Höhlen, die früher als Kultstätten dienten und heute als Lagerräume oder Keller genutzt werden, was den geheimnisvollen Charme der Umgebung noch verstärkt.
Was gibt es in Calcata zu sehen?
Mit seinem malerischen historischen Zentrum ist Calcata heute ein Zufluchtsort für Künstler aller Art: Maler, Bildhauer, Schauspieler und Musiker, die mit Werkstätten und kreativen Ateliers zur Wiederbelebung des Dorfes beigetragen haben, insbesondere nach dem allmählichen Umzug der Einwohner nach Calcata nuova. Im Sommer belebt sich das Dorf mit Theatervorstellungen und Aufführungen, die von kleinen lokalen Ensembles organisiert werden und das kulturelle Erlebnis noch reicher und intensiver machen.
Das Dorf wurde vom italienischen Touring Club mit der prestigeträchtigen Orangenen Flagge ausgezeichnet, einer Auszeichnung, die Gemeinden mit einem hochwertigen touristischen Angebot und einem aufmerksamen und nachhaltigen Empfang würdigt.

Museum für Kunst in der Natur
Bei einem Besuch in Calcata darf ein Besuch der Opera Bosco, dem 1996 eröffneten Museum für Kunst in der Natur im Park des Treja-Tals, nicht fehlen. Es ist ein Museumslabor unter freiem Himmel, in dem Hunderte von Künstlern dauerhafte Installationen geschaffen haben, die ausschließlich aus natürlichen Materialien bestehen und in perfekter Harmonie mit dem umliegenden Wald stehen.
Opera Bosco fördert auch Seminare, Ausstellungen und Konzerte und verfügt über Ausstellungsräume im Dorf Calcata. Es hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter die Erwähnung des Landschaftspreises des Europarats (2010-2015), die Teilnahme an den Biennalen von Venedig 2014 und 2015 und eine Nominierung für das UNESCO-Welterbe 2019.
Der Eintritt kostet 10 Euro und das Museum bietet ein innovatives und ansprechendes kulturelles Angebot für alle Liebhaber der zeitgenössischen Kunst und der Natur. Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten (die sich je nach Monat ändern): operabosco@operabosco.eu.
Die Legende
Der Spitzname „Hexendorf“ geht auf eine lokale Legende zurück, der zufolge hier vor vielen Jahrhunderten magische Rituale stattfanden. In der Tat wird es zu Halloween häufig von jungen Leuten auf der Suche nach Spaß aufgesucht.
Noch heute sollen in Nächten mit starkem Wind Hexengesänge zu hören sein.